Schönmattenwag soll umzingelt werden von zwei großen Windparkanlagen.

Der Begriff Waldsterben, dem die GRÜNEN nicht unwesentlich Ihre Existenz verdanken, wird wieder hochaktuell. Nämlich Rodung für Windkraftanlagen. Die Wunden die mit Windparks, nun sogar in den Wäldern, der Natur zugefügt werden, sind herzlos und brutal, dafür wird man sich noch schämen müssen. Es schmerzt bereits jetzt die Vorbereitung für die Zerstörung von etwas Schönem „dem Odenwald“ zu sehen. Die Natur soll geschützt werden durch die Zerstörung der Natur. Folgendes Szenario: Hitzeperiode, knochentrockene Wälder, Waldbrandgefahr. Heftiges Sommergewitter, Blitzeinschlag in eines der Windräder. Die Feuerwehren sind machtlos. Alle Feuerwehrkommandanten der umliegenden Ortschaften sollten dieses drohende Waldbrandinferno mit allen Folgen, Grundwasserverseuchung mit dem Getriebeöl der Generatoren, in Ihren Notfallplan einbeziehen.

In unmittelbarer Nähe des geplanten Windparks „Flockenbusch“ befindet sich der Hochspeicher für die Trinkwasserversorgung der Gemeinde. Direkt darunter führt die Landstraße L3105 vorbei, eine extreme unverantwortbare Verkehrsgefährdung, Sommer wie Winter, (Eiswurf, brennende Wrackteile). Diese Landstraße bietet zukünftig, neben den weithin bekannten aber harmlosen Feuerrädern an Fastnacht (Langenthal), einen besonderen Nervenkitzel, nämlich Beschuss von Oben.

Wer als Bürger gezwungen ist alle behördlichen Auflagen z.B. “Heizöllagerstättenverordnung“ zu erfüllen, wird niemals verstehen, wenn an diesem exponierten Ort, solche, potentiell gefährliche Anlagen, aufgebaut werden dürfen. Selbst wer seinen Wahrnehmungsfilter nur auf „Pro“ eingestellt hat, muss zur Kenntnis nehmen, dass sich überall massiver Widerstand formiert. Wer die sanften Hügel des Odenwald retten will, kann einen Beitrag mit der Anschaffung von energieeffizienten Geräten liefern. Aber um Umwelt- bzw. Naturschutz geht es nicht. Die sind längst aufgegeben für andere Interessen. Selbst wenn Sie das ganze verharmlosend Bürgerwindpark nennen, um den staatlichen Selbstbedienungsladen zu blündern, auch wir lassen uns nicht am Nasenring durch die Manege führen.

Stellungnahme zur Infoveranstaltung

11.06.2012 in Schönmattenwag Haus des Gastes
Infoveranstaltung der Energiegenossenschaft STARKENBURG

13.06.2012 Odenwälder Zeitung (Weinheimer Nachrichten)
„Die Emotionen kochen hoch“


Hierzu mein Eindruck:

Es sollte eine Verkaufsveranstaltung werden. Natürlich kochen die Emotionen hoch, wenn überwiegend besorgte und betroffene Bürger anwesend sind. Die Referenten hatten wohl ein ruhig braves Auditorium erwartet, kühl, nüchtern auf Rendite und Profit erpichte Finanzinvestoren. Aber in kurzen Hosen kann man noch nicht einmal „naiven Hinterwäldlern“ Heizdecken verkaufen. Offensichtlich soll unter dem Deckmantel einer ursprünglich guten Sache, genossenschaftlicher Vereinigungen, für die Alibifunktion der Bürgerbeteiligung geworben werden. Mit dem wiederholten Hinweis auf die Beteiligung von Wald-Michelbacher Bürger an einer PV-Anlage wollte man suggerieren welche gute Investition ein Windpark sein kann. Mit welchen wissenschaftlich verbrämten, aber dennoch anfechtbaren Methoden, eine geeignete Standortauswahl vorgenommen wurden legt den Verdacht nahe, dass die gewünschten Begründungen nachgeliefert werden. Ebenso Verträglichkeitsgutachten jedweder Art. Man schießt auf ein Scheunentor und malt anschließend die Ringe um das Einschussloch. Immerhin konnte ich den Herren die Bestätigung entlocken, dass noch keine Windmessungen in entsprechender Höhe gemacht wurden. Insofern hoffe ich ihre selbstgefällige Sicherheit etwas erschüttert zu haben. Richtig Kasse machen werden die Grundeigentümer und Betreiber. Dennoch selbst wenn Sie von allem genug haben wird ihnen das nicht reichen. Es steht uns ein Dammbruch bevor, wenn dies alles was meine Recherche ergeben hat umgesetzt wird. Höhenrücken zwischen Finkenbach bis Olfen 12 – 20 Windräder, Rothenberg, Günterfürst, Elsbach u.v.m.
Es ist beschlossene Sache der südliche Odenwald wird verspargelt. Es fehlt ein umfassendes Konzept, schon jetzt kann die erzeugte Energie im Norden wegen der fehlenden Verteilernetze nicht genutzt werden. Zu viel Strom kann auch ein Problem werden. In Mannheim wird ein KW-Block nach dem anderen gebaut. Es ist abzusehen, dass konventionelle KWs wegen der vorrangigen Einspeisung der EEG auch Subventionen verlangen. Der Strompreis steigt weiter.
Natürlich bleibt bei manchem nur „das wie“ und nicht „das was“ einer Diskussion hängen. Aber subtil vorgetragener Überzeugungstransfer mit fragwürdigen und anfechtbaren Argumenten erzeugen immer Emotionen. Der Überzeugte ist oben der zu Überzeugende ist unten. Funktioniert nicht immer. Vielleicht wurde nicht jeder anwesende Gemeindevertreter erkannt, dennoch in der Veranstaltung vom Ortsvorsteher vorgestellt. Solange kein schlüssiges Konzept existiert sollten wir uns dagegen wehren, dass unsere schöne Landschaft mit Windrädern verschandelt wird. Dies ist eine legitime Forderung und niemand muss deshalb ein schlechtes Gewissen haben.